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Welpenernährung

Neue Umgebung gleich Stress

Die Trennung von der Mutter, den Geschwistern und der vertrauten Umgebung ist eine große Belastung für Körper und Psyche des Welpen. Stress kann anfällig für Infektionen und Verdauungsstörungen machen. Um dem wenigstens ein bisschen was entgegenzusetzen, sollten Sie in den ersten Wochen nur das Futter geben, welches der Welpe auch in seinem ersten Zuhause bekommen hat. Fragen Sie den Züchter.

Mit weniger Futter starten

Anfangs bekommt der Welpe etwas weniger als gewohnt, um den Verdauungsapparat in der Eingewöhnungsphase zu entlasten. Treten in den ersten zwei bis drei Tagen kein Durchfall, Erbrechen oder Blähungen auf, können Sie die Futtermenge erhöhen. Bei Durchfällen bitte dringend den Tierarzt aufsuchen. Flüssigkeitsverlust kann für Hundebabies lebensbedrohlich sein.

Regelmäßige Fütterungszeiten oder Handfütterung?

Füttern Sie den Welpen drei bis vier Mal täglich zu festen Zeiten. So kann sich der Verdauungsapparat auf das Futter einstellen und der Welpe lernt, dass er sich auf Sie verlassen kann. Außerdem beugen Sie beugen mit festen Futterzeiten dem Betteln vor. Nach 20 bis 30 Minuten sollte der Futternapf entfernt werden. So lernt der Welpe, seine Ration zügig zu fressen. Denn gerade im Sommer kann Futter leicht verderben. Außerdem bemerken Sie so schneller, wenn der Hund appetitlos ist und nicht auffrisst.

Thomas Baumann schreibt zur Handfütterung:

„Essen hält Leib und Seele zusammen“. Ein jedem ein (Anmerk. Der Red.) geläufiges Sprichwort, das nicht nur den positiven Wohlfühl-Nutzen der Ernährung sondern auch die existenzielle Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme widerspiegelt. In diesem Zusammenhang gibt es zwischen Mensch und Hund keine wesentlichen Unterschiede. Im Grunde genommen sind Essen (Mensch) und Fressen (Hund) kleine, spektakuläre Ereignisse, die uns Tag für Tag das Leben angenehm und im wahrsten Sinne des Wortes köstlich machen.

Über die optimale Zusammensetzung der Nahrung für Hunde gibt es viele unterschiedliche Meinungen, die alle für sich in Anspruch nehmen, richtig zu sein. Die Fertigfuttermittel-Industrie beteuert, in Punkto Qualität und Ausgewogenheit an Proteinen, Fetten, Mineral- und Vitaminstoffen unerreicht zu sein, deren Gegner kritisieren bei Fertigfutter unter anderem die benannten oder auch die nicht deklarierten Zusatzstoffe aus chemischer Herkunft.

Rohkost- und insbesondere Rohfleisch-Fütterer beschwören die angeblich aus dem Fleisch resultierende natürliche „Lebenskraft“ während die Gegnerschaft jeden vermeintlichen ernährungsphysiologischen oder –psychologischen Vorteil strikt dementiert.

Exoten in Sachen Fütterung, wie beispielsweise der Promi und Ex-Beatle Paul Mc Cartney glauben ganz fest an die gesundheitlichen Vorzüge einer rein vegetarischen Ernährung für den Hund und werden deshalb von empörten Gegnern sogar als Tierquäler bezeichnet. Erstaunt musste ich vor einigen Jahren während einem Seminar in Südafrika feststellen, dass eine Familie ihren deutschen Schäferhunden als traditionelle und lebenslange Hauptmahlzeit regelmäßig in Milch eingeweichtes Weißbrot verabreichte. Nur sehr gelegentlich gab es etwas Fleisch oder auch mal Knochen für die Zahnpflege. Fellglanz, Zähne und allgemeines Befinden ergaben keinerlei Hinweise auf eine Fehl- oder Mangelernährung.

Wie in sehr vielen anderen Diskussionsbereichen werden auch in der Fütterungspraxis oftmals Toleranz und Horizont gegenüber Andersdenkenden stark vernachlässigt. Niemand darf für sich in Anspruch nehmen, in Bezug auf eine optimale Fütterung den einzig richtigen Weg zu gehen.

Verschenkte Möglichkeiten

In einer Sache jedoch scheinen sich die meisten Hundebesitzer einig zu sein. Die Fütterung sollte in Ruhe zuhause und auch noch regelmäßig geschehen.“ Quelle und mehr hierzu:

http://www.dogspot.de/hunde-kolumnen/thomas_baumann/handfuetterung/

Was und wie viel füttern?

Futtermenge und -art hängen von der Rasse, dem zu erwartenden Endgewicht, der Bewegung und dem Individuum ab. Auch bei Hunden gibt es gute und schlechte Futterverwerter. Heute wird ein junger Hund häufig "zu gut" gefüttert. Bei großen Rassen kann es durch zu hohe Energiezufuhr in der Wachstumsphase zu schweren Skelettschäden kommen, da zu viel Energie das Wachstum beschleunigt. Allerdings nur das der Muskeln, die Knochen können bei diesem Tempo nicht mithalten. Entscheidend für gesunden Knochenbau ist die Versorgung mit Kalzium und Phosphor.

Aber: Viel hilft nicht viel!

Die Mineralstoffe müssen aufeinander abgestimmt sein. Passt die Dosierung nicht, drohen weitere Krankheiten. Keine Sorge: Fertigfuttermittel in der Regel enthalten alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Prinzipiell gilt: Je größer ein Hund wird, desto langsamer sollte er wachsen. Ein Mini, der einmal fünf Kilo auf die Waage bringt, ist mit einem knappen Jahr ausgewachsen, ein Hund, der zum Riesen wird, sollte gut zwei Jahre Zeit haben, um sein Endgewicht zu erreichen.

 

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