Hund in Berlin
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Hunde haben ein vielfach besseres Riechvermögen als Menschen.

Bei gutem Wind sind sie in der Lage, spezielle Gerüche, darunter auch Menschengeruch, aus einigen hundert Metern Entfernung  zu orten.

Flächensuche:

Oft wird vermutet: Die Hunde bräuchten zur Vermisstensuche ein Kleidungsstück der gesuchten Person. Das ist bei ausgebildeten Rettungshunde nicht zwangsläufig nötig, sie stöbern im zugewiesenem Suchgebiet ohne Leine nach menschlicher Witterung.

Dabei sind sie auch auf größere Distanzen durch Hör-, Sicht- oder Pfiffzeichen lenkbar. Hat der Hund eine vermisste Person gefunden zeigt er diese je nach Arbeitsweise und Ausbildung als 'Verbeller', 'Rückverweiser' oder 'Bringsler' seinem Hundeführer an.

"Ein Verbeller zeigt durch bellen direkt bei der gefunden Person seinem Hundeführer an, dass er die Person gefunden hat.

Ein Rückverweiser kommt zu seinem Hundeführer zurück sobald er eine Person gefunden hat und führt ihn auf direktem Weg zur vermissten Person zurück.

Ein Bringsler führt an seinem Halsband ein "Bringsel" mit sich, welches er sobald er eine Person gefunden hat mit dem Fang aufnimmt, zum Hundführer zurückkehrt und diesen zur vermissten Person führt." (Quelle: DRK Rettungshundestaffel Hochschwarzwald)

 

 Bags beim Mantrailing

Mantrailing

"Mantrailing ist Suche mittels Gebrauchshunden nach vermissten Personen unter Anleitung eines Hundeführers.

Der Begriff stammt aus dem Englischen von man=Mensch und trailing=verfolgen.

Die Nase ist der am besten entwickelte Sinn des Hundes. Der Mensch nutzt sie auch, um vermisste Personen zu finden. Beim Mantrailing orientiert sich der Hund, im Gegensatz zum "Fährtenhund" an der tatsächlichen Duftspur des Menschen, am Individualgeruch. Für einen Laien unverständlich ist es, dass diese Suche in eher aufrechter Haltung geschieht. Der Hund hat also nicht, wie bei der Fährtensuche, die Nase dicht am Boden. Die tatsächliche Duftspur des Menschen driftet z. B. durch Windeinwirkung und Sonneneinstrahlung ab, verdünnt sich an einigen Stellen und verdichtet sich dafür eher an windgeschützten Stellen.

Da beim Mantrailing die Duftmoleküle der Zielperson gesucht werden und nicht die Bodenverletzungen wie bei der Fährtenarbeit, kann unter Umständen eine Suche noch nach einigen Tagen, unter besten Gegebenheiten, sogar nach Wochen erfolgen. Für das Mantrailing werden oft Jagdhunde eingesetzt, da diese durch ihre genetische Veranlagung gut geeignet sind. Oftmals werden Rassen wie Bloodhound oder Schweißhunde favorisiert, doch haben sich auch Rassen wie z. B. Labrador Retriever und Golden Retriever in der Praxis bewährt.

Mantrailing wird sowohl mit arbeitenden Gebrauchshunden betrieben, als auch als Sportart im Bereich des Hundesports. In der Regel messen sich allerdings bei den eher sportlichen Auseinandersetzungen Berufshundeführer und ihre Hunde miteinander.

Beim Mantrailing wird als Geruchsträger der Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet. Die Qualität des Geruchsträgers ist entscheidend für den Verlauf der Suche. Mantrailer können auch innerhalb von Gebäuden und bebauten Flächen eingesetzt werden.

Im Bereich der Rettungshundearbeit werden immer mehr Mantrailer ausgebildet. Durch den Einsatz der Mantrailer kann i. d. R. eine Hinwendungsrichtung der vermissten Person vorgegeben werden. Somit ist es möglich, die Flächensuchhunde gezielter einzusetzen und größere abzusuchende Flächen entsprechend zu priorisieren. Das Zusammenspiel zwischen Mantrailer und Flächensuchhunden steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche. Es werden jedoch, je nach Situation und Anforderer, auch ausschließlich Mantrailer oder Flächensuchhunde bei der Vermisstensuche eingesetzt." (Quelle: Wikipedia)

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