Hund in Berlin
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"Wenn man vom Herdenschutzhund spricht, verwechseln die Menschen diese Hunderassen häufig mit dem Hütehund, der die Tierherden zusammenhalten soll. Für das Hüten halten die Hirten kleine und wendige Hunde, die aber selbst keine großen Raubtiere wie Wölfe abschrecken können und dadurch selbst gefährdet sind. Diese Aufgabe übernahmen die Herdenschutzhunde, wobei einige Rassen von Hirtenhunden sich nicht immer eindeutig den Hüte- oder Herdenschutzhunden zuordnen lassen, weil diese Hütehunde den Schutz der Herden mit übernehmen, wie der Deutsche Schäferhund. Die Aufteilung der Aufgaben ist besonders in gebirgigen Gegenden mit einem sehr begrenzten Nahrungsangebot für Raubtiere zu beobachten, da dann die hungrigen Tiere auch bewachte Ziegen und Schafe angreifen. Bei der FCI sind die Herdenschutzhundrassen aus diesem Grund überwiegend unter der Sektion der Berghunde zu finden.

 

Viele Herdenschutzhunde verbringen sehr viel Zeit allein mit der Herde. Sei es nun in deren Lagerplätze, auf deren Höfe, oder auch auf den langen Wanderungen. Sie sind also von ihren „Schäfern“ unabhängig und weitgehend auch unbeobachtet. Dies setzt einen sehr selbstbewussten Hund voraus, der zu eigenständiger Arbeit fähig ist.

Besonders deutlich ist der Schutztrieb in der Dämmerung sowie der Nacht ausgeprägt, da dies die bevorzugten Zeiten der Beutegreifer sind. Diese Merkmale des HSH sind, wie auch seine exzellenten, stets hellwachen, scharfen Sinne, die ihn jederzeit alles registrieren lassen, was in seiner näheren und weiteren Umgebung geschieht, genetisch fixiert.

 

Schutztrieb 

Der Schutztrieb und das starke Territorialverhalten gehören zu den herausragenden Eigenschaften des Herdenschutzhundes. Grundsätzlich wird alles Fremde innerhalb seines Territoriums zurückhaltend und misstrauisch betrachtet und bei dem geringsten Anflug einer Gefahr für sein Rudel verjagt, wobei die Strategie dieser Hunde eher in der defensiven Abwehr liegt. Das Territorium des HSH umfasst für gewöhnlich nicht nur das mit dem Gartenzaun abgesteckte eigene Grundstück, sondern auch das weitere sichtbare Umfeld sowie häufig besuchte Plätze und Spazierwege.

Auf den externen Betrachter wirken „friedliche“ Herdenschutzhunde eher verschlafen, gar stoisch oder phlegmatisch. Dies liegt zumeist daran, dass der HSH anders als z.B. die hyperaktiven Hütehunde die meiste Zeit dösend in seinem Revier liegt. Man sollte sich nicht davon täuschen lassen, denn eben jener vermeintlich dösender Hund kann sich in sekundenschnelle zu einem imposanten, reaktionsschnell abwehrenden Schutzhund verwandeln. Der sparsame und sinnvolle Einsatz seiner Kräfte ist maßgebend für den effektiven Schutz seiner anvertrauten Herde.

Weder heute noch damals war es im Interesse eines Hirten, dass sein Herdenschutzhund jedem vermeintlichen Feind hinterher jagt und seine Energie nicht sinnvoll einteilt. Viel mehr beobachtet der gut geführte Herdenschutzhund den „Feind“ aus sicherer Distanz, präsentiert sich diesem und macht sich deutlich bemerkbar. In der Regel platziert er sich zwischen seiner Herde und dem Feind. Zumeist macht er seinen Hirten dann auf die Situation aufmerksam, da dieser oft an einem entfernten anderen Ende der Herde befindlich die Situation auch nicht selbst einsehen kann." (Quelle: WIKIPEDIA)

 


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