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Copyright: Herdenschutzhundservice e.V.Çoban Köpeği: KangalIn letzter Zeit treffe ich vermehrt Leute, die mir ganz stolz erzählen, sie hätten einen Kangal aus der Türkei eingeschmuggelt! Da erfährt man dann Geschichten um den Kangalrüden, der nur 250 Euro gekostet hat und die Hündin, die es gratis dazu gab - himmelsackra, da fällt mir dann auch nichts mehr ein. "Der bekannteste Vertreter der Çoban Köpeği-Rasse ist der Kangal. Er ist im östlichen Taurusgebirge vor allem in der Gegend um den namensgebenden Ort Kangal bei Sivas in der Türkei beheimatet. Es gibt in der Türkei eine weitere, sehr ähnliche Variante dieser Hirtenhunde. Diese Variante hat ebenfalls ein sandfarbenes bis graues Fell und trägt gleichfalls eine schwarze Maske, weshalb sie als Karabaş ("Schwarzkopf") bezeichnet wird. In der Türkei genießt der Kangal ein hohes Ansehen; er ist gewissermaßen der Nationalhund, was ihm sogar zu einem Platz auf zwei Briefmarken verholfen hat. Als offiziell einzige Rasse wird in der Türkei nur der Sivas Kangal gezüchtet, welcher seinen Namen der Region Sivas verdankt. Der Çoban Köpeği ist ausgeglichen, mutig, misstrauisch gegenüber Fremden und sehr wachsam. Wegen seiner Natur als Herdenschutzhund agiert er meist sehr selbständig, entwickelt einen gewissen Eigensinn und ist oft dominant. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es umso wichtiger, ihn konsequent und vor allem früh zu erziehen, da bei einer zu spät begonnenen Erziehung der Eigensinn und die Dominanz dieser Rasse überwiegt. Zur Wesenseigenschaft dieser Hunde gehört aber auch die Eifersucht, wenn ihr Besitzer sich mit anderen Hunden beschäftigt und ihnen nicht die volle Aufmerksamkeit schenkt. Kangals sind von Natur aus scheu und berechnend. Im Spiel mit anderen Hunden sind Kangals oft sehr rau und zeigen mehr Mimik als andere Hunde. Zähne fletschen oder das Aufstellen der Nackenhaare, Umkreisen anderer Hunde, fauchen und das Schlagen mit den Vorderpfoten gehören zum normalen Spiel dazu. Der Çoban Köpeği ist auf keinen Fall für Anfänger geeignet, sondern für Menschen mit viel Hundeverständnis und einen großen Garten." (Quelle: Wikipedia) Ein Herdenschutzhund hat in einer Mietwohnung nichts verloren! Man muss nur einmal bei Herdenschutzhundservice oder Nothilfe für türkische Herdenschutzhunde schauen, in welchem Alter diese Hunde ihren Besitzern über den Kopf wachsen und dringend abgegeben werden: Fast immer sind es die berühmten 3 Jahre! Dann nämlich, wenn der Herdenschutzhund ungefähr erwachsen ist und seinen Charakter entfaltet. http://www.sivas-kangal.de/index.html Möchten wir aufgrund einiger Hinweise nicht empfehlen! - http://www.kangal55.com/index.html Stattdessen wurden wir darauf hingewiesen, dass diese Seite "Kangal Dogs" sich wirklich Mühe gibt
Kangal: ERZIEHUNG: "Die eigentliche Erziehung fängt schon bei der Mutterhündin an. Sie wird ihre Welpen in der Prägephase ihr eigenes Weltbild vermitteln. Ist die Mutter durch schlechte Sozialisierung oder Erfahrungen unsicher, ängstlich oder misstrauisch, werden es die Welpen auch sein. Deswegen ist es sehr wichtig, wenn man sich einen Welpen zulegen möchte, dass man genau die Kangal-Mutter und ihr Umfeld beobachtet. Die Hündin muss Selbstvertrauen haben, aber auf keinen Fall aggressiv, muss gelassen und vertrauensvoll ihren Menschen gegenüber zugewandt sein. Nur dann werden sich die Welpen auch in ihrer zweiten Lebensphase, der Sozialisierungsphase, entsprechend entwickeln. Alle Kangal-Welpen sind süß und verspielt. Sie lernen schnell, sind freundlich und lieb zu jedem und allem. Kleine Dominanzansätze sind schnell und einfach in den Griff zu bekommen. Viel Lob für das erwünschte Verhalten bringt weit mehr als eine Strafe für ein unerwünschtes Verhalten. Das sofortige Ignorieren des Welpen oder die abrupte Unterbrechung eines Spiels kann als Strafe sehr wirksam sein - wenn man den Welpen dann gleich wieder lobt für das richtige Verhalten. Alles läuft ziemlich problemlos - man könnte fast glauben, dass es so bleiben wird. Aber Kangals ändern sich. Ausnahmslos! Mit Einsetzen der Pubertät. Kangal-Besitzer sollen vorbereitet sein auf die drastische Veränderung ihre Hunde im Alter von ungefähr 15 Monaten. Mit Einsetzen der Pubertät fangen auch die Dominanz Probleme richtig an. Da ist Geduld, Konsequenz und sehr viel Sinn für Humor verlangt. Ähnlichkeiten mit pubertierende, menschliche Pendant, sind nicht rein zufällig! Ein erwachsener Kangal, der gut sozialisiert und erzogen ist, hat mit fremden Menschen keine Probleme. Er wird aber mehr und mehr Dominanz gegen anderen, fremde Hunde des gleichen Geschlechts entwickeln und es auch zeigen. Zu diesem Zeitpunkt darf man seinen Kangal nicht mehr aus den Augen lassen. Er muss leinenführig sein und die gängigen Kommandos sicher befolgen. Viele junge Kangals sind gerade an der Leine ungestüm wenn sie andere Hunde begegnen. Die Leine, Bindeglied zur Hundeführer verleiht ihnen noch extra Rückendeckung und Selbstbewusstsein. Hunde provozieren sich gegenseitig in dem sie sich mit den Augen fixieren. Es entstehen dadurch eskalierende Agressionen. Schnell, einfach und samft kann man diese Situation vermeiden, den optischen Reiz, in dem man ein Halti oder noch besser ein Gentle leader benützt. Im Google können Sie alle mögliche Auskünfte darüber bekommen. Durch seinen eigenständigen und eigenwilligen Charakter wird der Kangal nie wirklich zuverlässig gehorchen, so dass man immer im voraus denken muss, um schwierige Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. In der Ausbildung meiner Kangals beschränke ich mich auf einige wenige Kommandos. Zuviel Ausbildungsballast ist bei einem Kangal nicht nötig und langweilt ihn meistens. Trainieren Sie immer wieder, dass Ihr Kangal seine Aufmerksamkeit auf Sie richtet. "Kommunizieren" Sie mit ihm! Es fördert die Bindung, setzt klare Führungsansprüche, stellt Regeln und Strukturen fest. Diese Interaktionen brauchen nicht viel Zeit in Anspruch zu nehmen und sollen dem Hund auch Spaß machen. Ein "Sitz" oder "Platz" vor den Mahlzeiten oder wenn man die Haustür aufmacht, ein kleines Spiel bevor man einen Park voller Hunde betritt, können schon sehr wirksam sein. Ihr Hund wird Sie respektieren, wenn er eine vertrauensvolle Bindung zu Ihnen aufgebaut hat. Diese kleinen Trainingseinheiten müssen immer wieder und mit allen Familienmitgliedern geübt werden. Kangals sind von Natur aus sehr menschenfreundlich, geduldig und tolerant. In der Türkei leben diese Hunde frei in den Dörfern, und niemand kann sich leisten, dass sein Hund jemanden anknurrt oder sogar beißt. Vor allem Kinder und Frauen nicht. Kangals, die das tun, werden auf der Stelle getötet. In den Dörfern Anatoliens sind die Menschen aufeinander angewiesen, die Gemeinschaft ist sehr wichtig. Diebstahl ist ein Fremdwort. Kangals beschützen die Herden vor Raubtieren - und sehr selten vor Menschen. Diese Eigenschaft hat den Kangal zu ganz neuen Aufgaben geführt. In den USA, England und Schweden zum Beispiel werden Kangals als Therapie-Hunde ausgebildet. Sie sind ganz besonders geeignet für die Betreuung von Menschen mit Hundephobien, autistischen Kindern und Schwerbehinderte." (Copyright: Text und Foto Mitte @ Elisabeth von Buchwaldt) |
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