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kangalhuendin

Erziehung und Haltung des Kangals:

Der Kangal ist sehr intelligent, selbstbewusst und unabhängig. Das macht seine Ausbildung nicht gerade einfach.

Es ist ganz wichtig, dass der Kangal sehr früh sozialisiert wird. Eine „gute Kinderstube“, wo er mit anderen Artgenossen, vielen großen und kleinen Menschen und verschiedenen Tierarten aufwachsen kann, ist daher unbedingt notwendig.

Außerdem ist bei einer konsequenten Erziehung, eine eindeutige Rangordnung und eine Gehorsamkeitsausbildung unumgänglich.

Mit übertriebener Strenge liegst du bei einem Kangal völlig falsch, denn „unterdrücken“ lässt sich dieser Hund nicht. Es ist sehr viel Liebe, Zeit und noch mehr Geduld notwendig, um ein gutes Ausbildungsziel zu erreichen.

Vertrauen und innere Autorität überzeugen einen Kangal mehr als Härte! Doch wenn es Dir gelungen ist, seinen Respekt und seine Liebe errungen zu haben, wird der Kangal fast alles für Dich tun!

Der Kangal ist geduldig und umgänglich und wird Tiere und Menschen, auf die er als Welpe geprägt wurde, immer zuverlässig beschützen und auch mit seinem Leben verteidigen.

Zum Spielen hat er nur selten Lust, er frönt lieber seinem liebsten Hobby- er gräbt mit Begeisterung Löcher!

Er ist von Natur aus sehr sauber, hat fast keinen Hundegeruch, ist sehr genügsam was die Pflege und das Futter betrifft und er haart zweimal im Jahr.

Diese Tiere haben auch keine rassespezifischen Erbkrankheiten, sind allerdings narkoseempfindlich.

Der Kangal braucht einen großen Garten mit einem hohen Zaun oder sehr viel Auslauf, er soll auf keinen Fall in einem Zwinger gehalten werden. Auch tolerante Nachbarn wären angenehm, denn er hat eine mächtige, sehr tiefe, dröhnende Stimme.

Seine Leidenschaft ist das „Bewachen“ und er wird sich bei seiner Arbeit immer den höchsten Aussichtspunkt aussuchen, damit nichts seinem wachsamen Blick entgeht und er alles unter Kontrolle hat.

(Kangal Auhäusl Team)

kangalwelpe_6wochen

"Welpentraining ----> warum?
Die meisten Leute, die sich einen Kangal anschaffen schwärmen
bald voller Stolz von Ihrem kleinen Kerlchen. Sie berichten Ihren
Züchtern voller Begeisterung, dass ihr Welpe bereits nach
wenigen korrigierten Pfützen stubenrein war, Sitz mache und und
eben die meiste Zeit der perfekte Welpe sei.

Kangalzüchter hören auch oft genug, der Welpe komme wenn man
ihn rufe, sei zu allen Menschen und Hunden freundlich und zerkaue
auch nicht das gesammte Mobilar. Wenn der Züchter dann nach
einer Welpenspielstunde oder Training für grundlegenten
Gehorsam fragt wundern sich die glücklichen Besitzer, denn
offentsichtlich ist ihr kleiner Türke doch ein feiner Kerl, weshalb
also so ein Training?
Es ist schwierig sich vorzustellen, dass dieser kleine Fratz, der
keinerlei Probleme darstellt, einen, eines Tages über den Asphalt
schleppen könnte, um den Chow-chow des Nachbarns zu zeigen
wer hier der Chef ist. Oder, das dieses Kerlchen sich dazu
entscheiden könne einestages seine Futterschüssel gegen alles
einschließlich einem selbst zu verteidigen. Wer würde das von
seinem kleinen Liebling denken, der einen so lieb mit seinen
braunen Augen anschaut, auf Kritik so empfindlich reagiert und
sich auch sonst so lernbereit zeigt.
Viele seriöse Kangalzüchter stellen sich selbst ins Aus wenn sie
Interessenten ihrer Hunde über die Anforderungen zur Anschaffung
eines Kangals informieren. Diese Hunde sind keine
Anfängerhunde. Sie werden nicht wie ein Labrador etc. fungieren,
und den ganzen Tag eifrig apportieren. Eine Menge möglicher
Welpenkäufer werden sich auf Grund dessen anderweitig
umschauen, und das ist auch gut so, denn wer einen einfachen
Hund möchte sollte sich keinen kangal anschaffen und auch keine
anderen HSH. Menschen die sich dennoch zur Anschaffung eines
Kangals entschieden haben, meinen oft das Gegenteil davon
bekommen zu haben wovor der Züchter gewarnt hatte. Doch der
Schein trügt.

Langsam und unverkennbar werden kleine Zeichen des Aufstandes
und der Unabhängigkeit sichtbar. Diese Unabhängigkeit ist für
diese Rasse eine charakteristische Eingenschaft, die für uns
westliche Hundehalter eine Extraherausvorderung darstellt.
Der süße Fratz ist bald 6 Monate oder gar 1 Jahr, deutlich
schwerer und größer, und nun plötzlich fängt er an, an der Leine zu
ziehen, zeigt die ersten Anzeichen des Angriffs auf größere Hunde,
hört nicht wenn man ihn ruft, springt Besucher an und befolgt ihm
wohlbekannte Befehle im Park nicht mehr. Dies tritt fast
unvermeidlich mehr oder weniger stark ausgeprägt bei jedem
Junghund auf. Die Wirklichkeit stellt sich ein, und je weniger
sozialisiert und ausgebildet der Hund ist, desto härter wird es.
Einen Hund umzuschulen der schlechte Gewohnheiten
entwickelt hat, ist wesentlich schwieriger als ihn von Anfang
an richtig zu erziehen.
Für den Kangal muss ein Sozialisierungsprogramm von
Anfang an abfahren und selbst im Erwachsenenalter
fortgeführt werden. Disziplin, grundlegende Sozialisierung
und der Respekt gegenüber dem Halter ist für einen HSH
unbedingt erforderlich.
Man verbringt ein dutzend oder mehr Jahre mit diesem Hund, dies
allein sollte Grund genug dafür sein den Hund richtig auszubilden.
Um ein angenehmes Leben mit ihm führen zu können ist es nun mal
wichtig, das er lernt sich an seinem Besitzer zu orientieren, auch
wenn Ablenkungen vorhanden sind, und ihn etwas anderes viel
mehr interessieren würde. Er muss lernen andere Hunde in seiner
Nähe zu tolerieren, auch wenn er diese nicht leiden kann.
Die Erziehung eines Kangals fordert einem viel Geduld und
Konsequenz ab, doch das Training macht auch Spaß und man wird
es nicht bedauern und der Hund wird einen dafür lieben."

 

(Quelle: Kangal-Hirtenhunde.de)

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